EINRICHTEN UND OPTIMIEREN:
DIE VOLLSTÄNDIGE ANLEITUNG FÜR EINZELUNTERNEHMER
Du hast eine Website, bist bei Facebook aktiv, aber bei Google taucht dein Unternehmen kaum auf?
Meistens liegt das nicht an der Website. Es liegt daran, dass das Google-Unternehmensprofil entweder gar nicht existiert, halbfertig ausgefüllt ist oder seit Monaten nicht mehr angefasst wurde.
Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Es erscheint in den Suchergebnissen direkt über den normalen Treffern, in Google Maps und in der Infobox rechts neben den Suchergebnissen. Für ein lokales Unternehmen in Albstadt oder dem Zollernalbkreis ist es damit oft der erste Eindruck, den ein potenzieller Kunde von dir bekommt.
BRAUCHT EXPERTISE
STRATEGIE
entscheidet über Sichtbarkeit
Kategorienwahl und Wettbewerbsanalyse
Bewertungsstrategie und Antwortmanagement
Keyword-Optimierung in Beschreibung und Leistungen
Lokale Signale und NAP-Konsistenz
Beitragplan und langfristige Profilpflege
Bewertungs-Strategie
ºLies weiter und richte dein Profil Schritt für Schritt ein
ºRATGEBER
Was das Google Unternehmensprofil ist und warum es zählt
Das Google Unternehmensprofil (früher: Google My Business) ist der Eintrag, der erscheint, wenn jemand nach deinem Unternehmen oder deiner Dienstleistung in der Region sucht. Es ist kein Branchenverzeichnis, es ist dein sichtbarster Auftritt im Netz, weil es Google-eigene Fläche ist und damit bevorzugt behandelt wird.
Für lokale Unternehmen im Zollernalbkreis ist das der entscheidende Unterschied: Wer im sogenannten Local Pack erscheint, also in den drei Einträgen mit Karte, die Google über den normalen Suchergebnissen zeigt, hat einen massiven Sichtbarkeitsvorteil gegenüber allen, die nur organisch ranken.
Das sehe ich oft: Ein Eintrag existiert, wurde aber vor Jahren automatisch von Google angelegt, ist nie beansprucht worden, hat keine Fotos, keine Beschreibung, keine Beiträge. Das Profil schadet nicht aktiv, aber es verschenkt Potenzial.
Was du davon hast: mehr Sichtbarkeit in Maps und Suche, eine Kontaktmöglichkeit direkt aus den Suchergebnissen und eine Plattform für Bewertungen, die Vertrauen aufbauen, bevor jemand auf deine Website klickt.
Profil anlegen oder bestehenden Eintrag beanspruchen
Ruf business.google.com auf und melde dich mit einem Google-Konto an. Gib deinen Unternehmensnamen ein. Google zeigt dir dabei, ob bereits ein Eintrag für dein Unternehmen existiert.
Wenn ein Eintrag existiert, musst du ihn beanspruchen, also die Inhaberschaft bestätigen. Das passiert entweder per Postkarte mit Code, per Telefon oder per Video-Verifikation. Ohne Verifikation kannst du keine Änderungen vornehmen.
Wichtig: Leg nicht einfach einen neuen Eintrag an, wenn bereits einer existiert. Doppelte Einträge verwirren Google und schwächen beide Profile. Immer erst prüfen, dann beanspruchen.
Was du brauchst: ein Google-Konto (Gmail oder Google Workspace), deinen Unternehmensnamen, deine Adresse und eine Erreichbarkeit für die Verifikation. Mehr nicht für den Start.
Grunddaten vollständig und konsistent ausfüllen
Nach der Verifikation geht es an die Pflichtfelder.
Hier ist Vollständigkeit kein Bonus, sondern Voraussetzung. Google bewertet die Vollständigkeit des Profils als Rankingsignal.
•Name: exakt wie er auf deiner Website steht. Keine Keywords einfügen.
• Adresse: Identisch mit allen anderen Einträgen im Netz. Straße ausschreiben, nicht abkürzen. Wenn du kein Ladenlokal hast, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Servicegebiet angeben.
• Telefonnummer: Lokale Vorwahl bevorzugt. Keine kostenpflichtigen Nummern.
• Website: Die URL deiner Hauptseite.
• Öffnungszeiten: Wenn du keine festen Öffnungszeiten hast, trag trotzdem etwas ein. Profiles without hours perform worse in local ranking.
NAP-Konsistenz: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf deiner Website, im GUP-Eintrag und in allen Branchenverzeichnissen identisch sein. Kleine Abweichungen wie Str. statt „Straße“ werden von Google als schwaches Signal gewertet und schaden dem lokalen Ranking.
Die richtige Kategorie wählen – der stärkste Einzelfaktor
Die Hauptkategorie ist laut aktuellen Studien der stärkste Einzelfaktor für die Platzierung im Local Pack. Sie sagt Google, womit du Geld verdienst, und entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt auftauchst.
Hauptkategorie: Wähle die spezifischste Kategorie, die dein Kerngeschäft abbildet. Für einen Elektriker ist das Elektroinstallationsbetrieb, nicht Handwerker. Für einen Webdesigner ist es Webdesigner, nicht Softwareunternehmen.
Zusatzkategorien: Du kannst bis zu neun Zusatzkategorien wählen. Nutze sie, aber übertreib es nicht. Kategorie und tatsächliches Angebot müssen zusammenpassen. Ein Maler, der auch Tapezierarbeiten macht, trägt Maler und Stuckateur ein, aber kein Innenarchitekturbüro.
Was ich oft sehe: Unternehmen wählen die allgemeinste verfügbare Kategorie, weil sie alle Leistungen abdecken wollen. Das schwächt das Profil. Besser eine klare Kategorie als fünf ungenaue.
Fotos hochladen – Vertrauen vor dem ersten Klick
Profile mit Fotos erhalten deutlich mehr Klicks als Profile ohne. Das ist keine Theorie, das ist die Auswertung von Millionen lokaler Einträge durch Google selbst. Fotos bauen Vertrauen auf, bevor jemand auf deine Website geht oder dich anruft.
• Profilbild: Dein Logo in guter Auflösung. Nicht ein Smartphone-Screenshot.
• Titelbild: Das Bild, das zuerst erscheint. Ein Foto von dir oder deiner Arbeitsumgebung ist besser als ein generisches Stockbild.
• Weitere Fotos: Für Einzelunternehmer empfehle ich mindestens acht Fotos zum Start. Dein Gesicht, dein Arbeitsumfeld, abgeschlossene Projekte, Before-After-Bilder, wo vorhanden.
Format:
Mindestens 720 x 720 Pixel, JPG oder PNG. Dateigrösse unter 5 MB. Keine Wasserzeichen, keine Marketingtexte auf den Bildern.
Was viele vergessen:
Fotos regelmässig ergänzen. Ein Profil, das seit zwei Jahren dasselbe Titelbild hat, wirkt eingeschlafen. Einmal pro Monat ein neues Bild hochladen reicht.
DU WILLST WISSEN, WIE DEIN PROFIL GERADE ABSCHNEIDET? LASS UNS DAS GEMEINSAM PRÜFEN:
Leistungen und Beschreibung einpflegen
Die Beschreibung gibt dir 750 Zeichen, um zu erklären, was du anbietest, für wen und warum jemand ausgerechnet dich kontaktieren soll. Die ersten 250 Zeichen sind am wichtigsten, weil nur sie in der kompakten Ansicht angezeigt werden.
Was reingehört: dein Kernversprechen, deine Region, was dich von anderen unterscheidet. Keine Floskeln wie maßgeschneidert oder individuell. Konkret: Was leistest du, für wen, mit welchem Ergebnis?
Leistungen einzeln eintragen: Unter dem Reiter „Leistungen“ kannst du jede Leistung separat mit Name, Beschreibung und Preisrahmen eintragen. Das verbessert die Auffindbarkeit bei spezifischen Suchanfragen erheblich. Trag jede Leistung ein, auch wenn du keinen festen Preis nennen willst – dann genügt die Beschreibung.
Keywords: Baue die Begriffe ein, nach denen deine Kunden tatsächlich suchen. Nicht Farbgestaltung und Raumkonzepte, sondern Malerarbeiten Albstadt und Außenanstrich Zollernalbkreis.
Profil aktiv halten: Beiträge, Bewertungen und Fragen
Ein einmal eingerichtetes Profil ist kein abgeschlossenes Projekt. Google bewertet Aktivität. Ein Profil, das regelmäßig bespielt wird, rankt besser als ein identisch ausgefülltes Profil, das seit Monaten nichts Neues zeigt.
Beiträge:
• Mindestens ein Beitrag pro Woche. Fertiggestellte Projekte, neue Ratgeber, saisonale Angebote.
• Beiträge verfallen nach sieben Tagen aus der Profilansicht, bleiben aber im Profil sichtbar. Also kein Einmalaufwand, sondern Routine.
• Bilder in Beiträgen erhöhen die Reichweite. Kein Stockbild, lieber ein echtes Foto vom letzten Auftrag.
Bewertungen:
• Auf jede Bewertung antworten. Bei Positiven mit Dank und Nennung des Projekttyps. Bei kritischen sachlich und lösungsorientiert.
• Aktiv um Bewertungen bitten, nach Projektabschluss per E-Mail mit direktem Link. Nicht erst Monate später fragen.
• Ziel in den ersten sechs Monaten: 15 Bewertungen mit 4,8 Sternen oder besser. Das ist realistisch, wenn du es aktiv angehst.
Fragen und Antworten:
• Im Bereich Fragen und Antworten können Nutzer Fragen stellen, die öffentlich sichtbar sind. Prüfe regelmäßig, ob Fragen offen sind.
• Du kannst auch selbst häufige Fragen einstellen und beantworten. Das spart Rückfragen und baut Vertrauen auf.

